Reisebericht: Besuch einer Kaffeeplantage

Zugegeben, ich war ein bisschen neidisch, als meine ehemalige Kollegin Elisa erzählte, dass sie mit einer Freundin einige Monate mit Rucksack durch Südamerika reisen werde.

Der klitzekleinen Eifersucht zum Trotz half ich ihr gern weiter, da sie als großer Kaffee-Fan unbedingt eine Kaffeeplantage besuchen wollte. Über meine Partnerrösterei Tres Cabezas stellten wir den Kontakt zur Hacienda Horizontes in Kolumbien her, die einen der fünf Kaffees des TRY Kaffee Sets anbauen.

 

Eindrücke von Marsella

Nach ihrer Rückkehr erzählte mir Elisa von den Eindrücken des Besuchs der Kaffeeplantage, die Nahe der Ortschaft Marsella in der zentralkolumbischen Provinz Riseralda liegt.

"Wir hatten das Glück, dass an unserem Besuch gerade Zahltag war und sich die Menschen nur so auf den Straßen von Marsella tümmelten. Besonders die Gegend um den Hauptplatz ist sehr charmant mit farbenfrohen Häusern im Kolonialstil. Don Juan, der Besitzer der Hacienda Horizontes, scheint eine "Institution" im Ort zu sein, denn er wurde von allen sehr freundlich begrüßt."

 


Eindrücke von der Kaffeeplantage


Nachdem laut Elisa viel Zeit mit Essen, Leute treffen und Kaffeetrinken in Marsella verbracht wurde, zeigte Don Juan den beiden seine Hacienda Horizontes.

"Wir haben nur ein Bruchteil der Kaffeeplantage sehen können, da sie riesig und exrem weitläufig ist. Sie liegt in einer Höhe von ca. 1.400 Metern an den Hängen der Anden, dementsprechend geht es beim Spaziergang auf der Kaffeeplantage auch ständig bergauf und bergab. Von oben hatten wir eine tolle Aussicht: Ein Meer von satt grünen Kaffeepflanzen. Und zwischendrin sind immer wieder andere Pflanzen angebaut, somit wirkt alles naturbelassen - wie eine Oase." 

 

 

Neue Einsichten über Kaffee 

Elisa ist zwar leidenschaftliche Kaffeetrinkerin, aber so richtig beschäftigt hatte sie sich vorher nicht mit den braunen Bohnen. Dementsprechend hat sie einige neue Einsichten über Kaffee erhalten: 

"Ich habe jede Menge erfahren, denn vorher wusste ich eigentlich nur, dass mir Kaffee schmeckt. Zum Beispiel war mir nicht klar, dass in Kolumbien nur Arabica-Pflanzen angebaut werden. Und das Geschmack und Aroma stark von der Röstung abhängen. Auch das z. B. für Filterkaffee und Espresso die gleichen Bohnen verwendet werden und sich nur der Mahl- und Röstgrad unterscheidet war mir neu.

Natürlich haben wir auch Kaffee probiert; und das nicht zu knapp. Eigentlich benötige ich immer Milch zum Kaffee, aber dort schmeckte er auch so hervorragend: sehr bekömmlich, fruchtig und frisch."

Als ich von diesen Erfahrungen hörte, die in mir die Lust auf eine Kaffeereise nach Kolumbien nochmals verstärkten, war auch wieder dieses Gefühl da, diese klitzekleine Eifersucht... Hoffentlich kann ich mich auch bald auf eine Reise zu Don Juan begeben!

Bleiben Sie neugierig!

Ihr
Jörn Gutowski
Gründer, TRY FOODS